Kommen wir nun zurück zur Frage der Fase, durch die die Wandstärke des Rohrs verringert wird, um das Schweißen zu ermöglichen. Generell lässt sich ein Rohr mit einer Wandstärke von mehr als 3 mm beim WIG-Schweißen nicht mit nur einer Schweißlage schweißen.
Das WIG-Schweißen ist ein Wolfram-Inertgas-Verfahren: „Wolfram“ steht für die Elektrode und „Inertgas“ für das zur Schutzgasabschirmung verwendete Plasmagas.
Um dickere Rohre zu verschweißen,mussan einer Kante des zu verschweißenden Rohrs eineFase angebracht werden, die an ein anderes Rohr, ein Bogenstück, eine Reduziermuffe oder ein T- bzw. Y-Stück anschließt, die ebenfalls mit einer Fase versehen sein müssen.
Die Anfasvorrichtungen sind häufig vom „manuellen“ Typ.
J- oder Tulpen-Schrägschnitt
Die andere technische Methode der Fasenbearbeitung wird als „Fase für das Orbitalschweißen“ bezeichnet und unterscheidet sich von der J- oder Tulpenfase.
- Die Form der beimOrbitalschweißenverwendeten Fase unterscheidet sich dadurch, dass sie am Rand der J- oder Tulpenfase eine flache Fläche mit einer Dicke von 1,8 bis 2 mm aufweist. Diese Fläche erleichtert das Glätten und Richten.
- Das Glätten und Begradigen dientdazu, eine ebene Bezugsebene zu schaffen, die die Bearbeitung der übrigen Flächen ermöglicht. Auf diese Weise wird an der Innenseite eines Rohrs eine geringere Wandstärke erzielt. Beispiel: Eine Wandstärke von 8 mm vor dem Anfasen, wobei für die Stegbreite nur noch 2 mm verbleiben.
- Die beiden Stege der Werkstücke mit einer Stegdicke von 2 mm kommen miteinander in Kontakt. Es ist lediglich eine einfache Verschmelzung der Stege erforderlich, und anschließend kann die Fase mithilfe der Orbitalschweißtechnik mit Schweißdraht aufgefüllt werden.



