Schweißen und beengte Räume: Welche Lösungen gibt es?

Das Schweißen in beengten Räumen bringt zahlreiche Probleme mit sich, die sowohl den Komfort der Schweißer als auch deren Sicherheit betreffen … welche Lösungen gibt es?

Bestimmte Arbeitsbedingungen stellen eine Gefahr für die Gesundheit und Sicherheit von Schweißern dar, die in beengten Räumen arbeiten. Diese Arbeitsweise führt tendenziell zu einer erhöhten Häufigkeit von Arbeitsunfällen und berufsbedingten Erkrankungen. Eine mögliche Lösung besteht darin, die Aufgabe zu automatisieren.

 

ARBEITSBEDINGUNGEN IN BEENGTEN RÄUMEN

  • Gefahren durch Einatmen
    Das Einatmen von Schweißrauch kann zu gefährlichen Situationen führen, da der Rauch Gase enthält, die bei chemischen Reaktionen zwischen der Luft und verschiedenen Staubarten aus dem geschweißten, geschmolzenen Metall oder der Elektrode entstehen. Arbeitsbedingungen in beengten Räumen können zu Erstickungsgefahr, Sauerstoffmangel oder Lungenerkrankungen wie dem „Metallrauchfieber“ führen.
  • Elektrische Sicherheit
    In beengten Arbeitsbedingungen können Metallteile, Elektrokabel und andere Ausrüstungsgegenstände unter Umständen nicht ordnungsgemäß gewartet werden. Der Kontakt mit elektrischen Leitern und freiliegenden stromführenden Teilen kann tödliche Folgen haben, insbesondere in feuchten Bereichen.
  • Brandschutz
    Das Schweißen in beengten Räumen birgt Gefahren durch die Exposition gegenüber Kohlenwasserstoffen, Methan, Erdgas und brennbarem Staub. Staubwolken können entstehen, wenn Partikel, die zuvor in Ablagerungen auf dem Boden oder an den Wänden festsaßen, aufgewirbelt werden und in der Luft schweben. Kommt dieser Staub dann mit einer starken Wärmequelle wie einem Schweißlichtbogen, Funken oder einer offenen Flamme in Kontakt, besteht Explosionsgefahr.
  • Lärmbelastung
    In engen Räumen wird der Lärm durch Schwingungen in den Wänden verstärkt, die durch Schallwellen verursacht werden. Wenn laute Arbeitsbedingungen herrschen, kann dies zu Tinnitus oder Hörverlust führen – der vorübergehend oder dauerhaft sein kann.
  • Ergonomische Risiken
    Beim Rundschweißen in beengten Räumen sind Schweißer gezwungen, Bedingungen zu akzeptieren, bei denen sie über längere Zeiträume in ungünstigen Körperhaltungen arbeiten müssen, was zu Muskel-Skelett-Erkrankungen führt.

 

Zu den Schweißern, die unter schwierigen Arbeitsbedingungen leiden, gehören diejenigen, die in beengten Räumen Orbitalschweißarbeiten durchführen, bei denen sie den Schweißlichtbogen in einem ununterbrochenen 360-Grad-Muster um ein feststehendes Rohr oder einen feststehenden Schlauch drehen müssen.

Diese Vorgehensweise ist bei Rohrleitungen in der Lebensmittel-, Pharma-, Luft- und Raumfahrt- sowie der chemischen Industrie üblich und erfordert extrem hohe Gesundheits- und Sicherheitsstandards.

 

BESCHRÄNKTE RÄUME: VORTEILE DER AUTOMATISIERUNG

Die Automatisierung von Schweißarbeiten an Rohren und Zylindern in beengten Räumen verringert Gesundheits- und Sicherheitsrisiken, verbessert die Arbeitsbedingungen und erhöht die Sicherheit der Bediener in vielerlei Hinsicht:

  • Dadurch kann das Schweißgerät in jeder Position sicher arbeiten.
  • Es stellt sicher, dass jede Schweißnaht nach höchsten Standards vorbereitet wird – besser, als es ein Mensch unter solch beengten Arbeitsbedingungen erreichen könnte. Diese sicherheitsrelevanten Qualitätsstandards gelten insbesondere für die Agrarindustrie, in der besonders strenge Sicherheitsstandards gelten. Dadurch werden alle Unregelmäßigkeiten, Risse und Hohlräume verhindert, die eine Brutstätte für das Wachstum pathogener Bakterien darstellen könnten.

Dank der Automatisierung lassen sich alle Schritte des Orbitalschweißens in beengten Räumen auch unter beengten Arbeitsbedingungen mit hohen Standards hinsichtlich Qualität, Präzision und Sicherheit durchführen. Eine Automatisierung, die den Schweißern Anspannung und Ermüdung erspart, hat den positiven Effekt, dass sich die Bediener voll und ganz auf die jeweilige Aufgabe konzentrieren können.

 

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