Offene Schweißköpfe zeichnen sich durch ihre Flexibilität beim Schweißen von Rohren und Leitungen mit unterschiedlichen Durchmessern und Wandstärken aus.
Abgesehen vom finanziellen Aspekt muss jedoch berücksichtigt werden, dass bestimmte Anwendungen aufgrund der Geometrie der Teile mit geschlossenen Schweißköpfen schlichtweg nicht geschweißt werden können.
>> When to use an open welding head? <<
Warum sollten Sie einen offenen Schweißkopf verwenden?
Rohre und Leitungen mit großen Wandstärken erfordern besondere Aufmerksamkeit.
Im Gegensatz zu dünnwandigen Edelstahlrohren, die durch Stumpfschweißen verbunden werden können, müssen Edelstahl- und Schwarzstahlrohre mit dickerer Wandung vor dem Schweißen angefasst werden. Beim Orbitalschweißen entscheiden sich Schweißer in der Regel für eine J-Fase. Während des Schweißvorgangs muss diese Fase mit Schweißzusatzwerkstoff aufgefüllt werden. Bei Verwendung eines offenen Schweißkopfes kann diese Aufgabe jedoch mit zusätzlichen Funktionen wie der Oszillation des Brenners oder der Lichtbogenspannungsregelung (AVC) durchgeführt werden.
Hierbei handelt es sich um eine Primäranwendung mit offenem Schweißkopf. Nach einem ersten sogenannten „Wurzelgang“ führt die Elektrode des offenen Schweißkopfs mehrere Durchgänge um das Rohr herum aus und füllt dabei die Fase mit dem Schweißzusatzwerkstoff. Mit einem geschlossenen Schweißkopf wäre dies unmöglich.
Das Schweißbad und die Schweißnaht werden durch Schutzgas geschützt. Da Sie mit offenem Schweißkopf arbeiten, kann das Gas in die Luft entweichen. Dies führt zu einem höheren Gasverbrauch, wodurch das Schweißen teurer wird. Eine perfekte Steuerung des Vor- und Nachgases ist daher für diese Anwendungen besonders interessant.
Achten Sie unbedingt auf Ihre Umgebung! Beim Schweißen mit offenem Schweißkopf ist es wichtig, jegliche äußere Störung, wie beispielsweise Zugluft, zu vermeiden. Diese kann das Schutzgas ablenken.
Im Folgenden haben wir vier Anwendungsbereiche aufgeführt, für die Sie sich für offene Schweißköpfe entscheiden sollten.

