Wie wählt man ein Schweißverfahren aus, das den Hygienestandards entspricht?

Jede Branche hat ihre eigenen Anforderungen und unterschiedlichen Standards. Die Hygienevorschriften gelten für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen. Dazu gehören die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, die Pharma- und Kosmetikindustrie, die Luftfahrtindustrie sowie die chemische und petrochemische Industrie und natürlich die Halbleiterfertigung.

 

Wie werden Hygienestandards festgelegt?

Als Beispiel sei angemerkt, dass die Lebensmittel- und Pharmaindustrie dünne Rohre mit hochwertigen Schnitten benötigt, da an der Schweißnaht keinerlei Bakterien vorhanden sein dürfen. Die Luftfahrtindustrie hingegen verlangt Schweißnähte mit vollständigem Schutzgas.

Die technischen Anforderungen sind daher je nach Branche sehr spezifisch, und Sie müssen zahlreiche gesetzliche Normen einhalten. Die Europäische Union bemüht sich um eine Vereinheitlichung der Vorschriften für Schweißanforderungen, doch sieht die Situation anders aus, wenn Sie mit Ländern außerhalb der Europäischen Union zu tun haben. Jedes Land hat seine eigenen spezifischen Vorschriften, was Schweißverfahren und die daraus resultierende Qualität betrifft.

Der entscheidende Punkt hinsichtlich der Einhaltung der Qualitätsstandards betrifft im Allgemeinen die Rohre und die Art und Weise, wie die Schweißnaht ausgeführt wird. In vielen Branchen kommen Rohre zum Einsatz. In der Lebensmittel- und Pharmaindustrie werden empfindliche oder spezielle Flüssigkeiten transportiert, die hochwertige Anlagen erfordern.
Wie wählen Sie das richtige Schweißverfahren aus?

Wenn Sie einen Rohrkreislauf realisieren müssen, müssen Sie gerade Rohre mit Rohrbögen, T-Stücken, Flanschen, Ventilen usw. zusammenfügen. In den meisten Fällen erfolgt diese Verbindung durch Schweißen. Die Schweißnähte können je nach Anwendungsfall und vor allem je nach dem zu schweißenden Werkstoff – Stahl, Edelstahl, Titan, austenitische Stähle – sowie natürlich je nach Wandstärke auf unterschiedliche Weise ausgeführt werden.

 

WIG-Schweißen, das gängigste Schweißverfahren für das Orbitalschweißen

Beim Schweißen von Edelstählen istdas WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgas) das am weitesten verbreitete Schweißverfahren, da es für hochpräzise Schweißnähte empfohlen wird. Diese Verbindungsstellen sind besonders anfällig für beispielsweise Undichtigkeiten, feine Risse, Korrosion und mechanische Sprödigkeit.

Entsprechend den Eigenschaften der Anlage (Druck …) müssen die Schweißnähte ordnungsgemäß ausgeführt worden sein und die Schweißparameter müssen rückverfolgbar sein. Wurden die Schweißnähte manuell von einem Schweißer ausgeführt, muss dieser über die erforderlichen Qualifikationen verfügen. Die Eignungsprüfungen müssen für jeden Schweißer alle zwei Jahre wiederholt werden.

Automatisiertes Orbitalschweißen: das beste Verfahren zur Einhaltung hygienischer Standards!

Wenn Orbitalschweißmaschinen automatisch eine Schweißverbindung herstellen, können sie die tatsächlichen Schweißparameter zu jedem Zeitpunkt erfassen und so jede Schweißverbindung präzise dokumentieren. Auch in diesem Fall sind Schweißerzertifizierungen erforderlich, doch die Maschine ist – sobald sie korrekt kalibriert ist – in der Lage, Schweißverbindungen von sehr hoher Qualität zu reproduzieren.

Der Schweißer kann somit sein Fachwissen zur Steuerung der Schweißverbindung und des Schweißprozesses einsetzen.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Abonnieren Sie den monatlichen Newsletter von Axxair.

Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich mit unserer Datenschutzerklärung einverstanden