Die Wahl eines Schweißverfahrens zur Steigerung der Effizienz ist ein wichtiges Thema. Generell lässt sich feststellen: Je automatisierter das Schweißverfahren ist, desto höher ist die Produktionsleistung.
Dennoch darf die Notwendigkeit einer Qualität gemäß den Vorgaben des Kunden nicht außer Acht gelassen werden. Ein weiteres Kriterium, das bei dieser Überlegung nicht zu vernachlässigen ist: Kann diese Methode vor Ort oder nur in der Werkstatt angewendet werden?
Schweißverfahren: Berechnung der Schweißleistung und der Betriebszeit
Es gibt eine recht einfache Methode, um die Ausbringungsmenge zu bestimmen, indem man die Menge an Metall in Kilogramm berechnet, die bei der Arbeit mit einem Metallfüller aufgebracht wird.
Es gibt jedoch noch einen weiteren wichtigen Faktor: die eigentliche Schweißzeit, zu der die Vorbereitung der zu schweißenden Metalle hinzukommt. Bei der Berechnung des Wirkungsgrads wird daher die „Brennzeit des Lichtbogens“ berücksichtigt.
Der letzte Faktor ist die Ausschussquote aufgrund von Schweißfehlern. Je nach Situation eignet sich ein Schweißverfahren besser als ein anderes, um die Produktionsleistung zu verbessern.
MIG/MAG-Schweißen: sehr hohe Leistung, erfordert jedoch eine Qualitätskontrolle
Nehmen wir das Beispiel des MIG- (Metal Inert Gas) bzw. MAG- (Metal Active Gas) Schweißens. Dieses Verfahren lässt sich leicht automatisieren, bietet eine sehr hohe Leistung, ist einfach zu bedienen und schnell zu erlernen. Dank seiner hohen Produktivität gehört es zu den Schweißverfahren, mit denen sich die Produktionsleistung steigern lässt.
Jede MAG-Schweißnaht muss jedoch einer Qualitätsprüfung unterzogen werden.
Im MIG-Verfahren, bei dem ein Schutzgas zum Einsatz kommt, bietet diese Methode eine etwas höhere Qualität und ist daher eher für empfindlichere und neutrale Werkstoffe wie Edelstahl oder Aluminium vorgesehen. Im Gegensatz dazu wird das MAG-Verfahren häufig für den Bau und die Verarbeitung von Altmetall eingesetzt.
Die Automobilindustrie gehört zu den Branchen, in denen die MAG-Methode aufgrund ihrer Produktivität in großem Umfang zum Einsatz kommt.
Da sich das MIG/MAG-Schweißen im Laufe der Jahre erheblich verbessert hat, wird es häufig beim Bau von Bauwerken wie Brücken oder Gebäuden und sogar im Nuklearbereich eingesetzt.
Im automatisierten Modus wird dieses Verfahren ausschließlich in der Werkstatt angewendet. Es wird empfohlen, Maschinen der neuesten Generation zu verwenden.
Unterpulverschweißen: hohe Leistung bei großen Durchmessern
Beim Unterpulverschweißen werden sehr hohe Leistungswerte erreicht, da extrem große Mengen an Metall zugeführt werden. Um Ihnen eine Vorstellung zu geben: Auf der Baustelle kann eine 10 mm dicke Platte in einem Durchgang geschmolzen werden. Beim Unterpulverschweißen wird beim Schweißen die größte Metallmenge aufgetragen.
Der Hauptanwendungsbereich liegt im Schiffbau, da dort sehr dicke Bleche miteinander verschweißt werden müssen. Bei dieser Art der Anwendung werden zwei Bleche auf den Boden gelegt und miteinander verschweißt. Auch hier ist die Lichtbogenzeit hoch, doch die Betriebszeit ist länger.
Dieses Verfahren wird beim Rohrschweißen nur selten angewendet, da ein Pulver auf die Oberseite des Rohrs aufgetragen wird, das dabei gedreht werden muss. Wenn dieses Verfahren bei Rohren zum Einsatz kommt, darf dies daher nur in einer Werkstatt erfolgen.
WIG-Schweißen: Höhere Qualität für bessere Ergebnisse
Beim WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgas-Schweißen) steht jedoch die Qualität im Vordergrund. Je nach Durchmesser kann es mit oder ohne Schweißzusatzwerkstoff eingesetzt werden. Da sich alle Parameter genau steuern lassen, lässt sich eine saubere und präzise Schweißnaht erzielen.
Dieses Schweißverfahren ist bei den meisten Anwendungen zeitaufwändiger und führt nur zu einer geringen Materialzunahme. Es liegt auf der Hand, dass sich große Schweißnähte nicht schnell herstellen lassen.
Alle Nichteisenmetalle, d. h. Edelstahl, Titan und alle anderen korrosionsbeständigen Legierungen, können mit diesem Verfahren geschweißt werden. Die Lichtbogenzeit ist wichtig beim automatisiertem WIG-Schweißen , denn während die Anlage schweißt, kann der Bediener das nächste Rohr vorbereiten, und die Ausschussquote ist minimal. Daher ist es die Minimierung von Schweißfehlern, die den Ausschlag für die Wahl dieses Schweißverfahrens geben kann, um den Durchsatz zu verbessern.
Die Einrichtung der Anlage ist recht einfach, sie kann vor Ort oder in der Werkstatt eingesetzt werden, und viele Branchen fragen diese kostengünstige Methode nach, die alle Anforderungen in Umgebungen mit hohen Reinheitsanforderungen.
Schweißen mit hoher Energiedichte: Höhere Leistung dank
die Schweißgeschwindigkeit, aber deutlich höhere Investitionskosten
Was die drei Schweißverfahren mit hoher Energiedichte betrifft, so handelt es sich dabei um Anlagen, mit denen sehr große Durchmesser mit hoher Geschwindigkeit geschweißt werden können.
Um Ihnen eine Vorstellung zu geben: Mit Plasma können wir Materialstärken von bis zu 6 bis 8 mm in einem einzigen Durchgang schweißen, mit Elektronenstrahlen sogar bis zu 10 cm pro Durchgang. Auch wenn die Menge des eingesetzten Metalls – gemessen in Kilogramm – gering ist, ist die Leistung extrem hoch. Die Investitionen für diese Art von Anlagen – zusätzlich zu den geplanten umfangreichen Bauarbeiten – sind jedoch nach wie vor sehr hoch.
Die Wahl des richtigen Schweißverfahrens zur Steigerung Ihrer Produktivität ist von größter Bedeutung. Je nach Situation und Anforderungen variieren die vorrangigen Kriterien – beispielsweise Geschwindigkeit oder Qualität der Schweißnaht.


